rechneraufbau-und-rechnerstrukturen.de Just another WordPress site

Festplatte gelöscht – erste Hilfe

Das Unglück ist manchmal schneller passiert, als man meinen würde. Die Daten sind weg, die Files gelöscht. Wenn lediglich einzelne Dateien aus Versehen gelöscht werden, ist es mitunter nicht so dramatisch, die Fach Wiederaufnahme hilft. Allerdings kann es passieren, dass auch ganze Partitionen der Harddisk auf Nimmerwiedersehen gelöscht werden. Es muss dabei nicht immer eine Fehlmanipulation des Anwenders vorliegen. Auf Partitionen können sich auch aus anderen Gründen Fehler bemerkbar machen, das System arbeitet dadurch nicht mehr richtig. Der Trick ist es, diese Partitionen zu retten, ohne sie frisch zu formatieren. Fehlerhafte Partitionen haben oft nur einen kleinen Ursprung, wie zum Beispiel ein Softwarefehler oder ein E-Mail-Wurm. Dadurch kann sich der wichtige Master-Sektor verabschieden. Der ist aber wichtig für den Start des Systems und sorgt dafür das der Bootsektor geladen wird. Auf diesem wiederum befinden sich wichtige Tabellen, z.B. eine Gesamtübersicht über die Partitionen oder über einzelne Dateien. Fehlt dieses Verzeichnis, so sind für den Rechner die Files nicht mehr auf zu finden, obwohl sie eigentlich noch vorhanden sind. Dank diversen Softwareprogrammen lassen sich diese Sektoren reparieren. Mit einer Suche im Netz findet man solche Software. Suchbegriffe wie Disk Master führen zum Programmen, die meistens in einer gratis Demoversion erhältlich sind. Die Software verfügt in der Regel über eine grafische Bedienoberfläche, womit auch ungeübte Anwender keine Mühe haben, ihre Harddisk und/oder Partition zu reparieren. Und dabei spielt es eine Rolle, ob eine Festplatte nach FAT oder NTFS-Standard formatiert ist. Die Wiederherstellung von gelöschten FAT-Partition ist relativ schnell erledigt. Allerdings gilt: Unter dem NTFS-Standard sind die Chancen auf eine erfolgreiche Datenwiederherstellung grösser. Das hat damit zu tun, dass beim NTFS-Standard zurückhaltender fragmentiert wird und die Daten somit nicht so schnell überschrieben werden. Zusätzlich werden die Erfolgschancen weiter durch NTFS-Datenrettung erhöht, wenn man das Programm von einem Drittcomputer oder von einer sogenannten BootCD laufen lässt. Auf diese Art können wirklich alle Regionen einer Festplatte durchleuchtet werden. Nach abgeschlossener Suche zeigt die Software die jeweiligen verlorenen File- und Partitionstabellen an. Mit einem Mausclick lassen sich die defekten Sektoren wieder ersetzen oder reparieren, dadurch werden neue Fileverzeichnisse erstellt und der Rechner findet sich sozusagen wieder zurecht. Bessere Programme erlauben zudem, eine Boot CD anzulegen. Zudem ist es dann möglich, Partitionen zu verändern oder neu aufzuteilen, und die Festplatte lässt sich defragmentieren. Damit kann die Leistung des Computers wieder erhöht werden. Hat man mit einem Wiederherstellungsprogramm keinen Erfolg, kann man es mit einem zweiten versuchen, denn jedes Programm hat einen eigenen Suchmechanismus. Auf jeden Fall aber ist es wichtig, mit dem Wiederherstellungsvorgang so schnell wie möglich in die Wege zu leiten. Also gleich wenn man den Fehler auf der Festplatte oder den Datenverlust bemerkt hat. Versucht man stattdessen, mit dem Computer weiterzuarbeiten, erhöht man die Wahrscheinlichkeit, dass relevante Informationen gelöscht werden.
Ein guter Schutz gegen solche Szenarien sind regelmässige Backups. Diese können auf einem zusätzlichen Laufwerk durchgeführt werden oder sogar per Internet. Viele Unternehmen bieten Webspace an. Die Backups werden von alleine angelegt. Das dauert beim ersten Mal etwas länger, auch bei einer schnellen Internetverbindung. Doch ist das erste Backup einmal abgelegt, so müssen nur noch die jeweiligen Änderungen gesichert werden. Das ist eine schnelle Sache.

Comments (0) Trackbacks (0)

No comments yet.


Leave a comment

(required)

No trackbacks yet.